Herrschaftliche-Vogt-Wiese: herrschaftliche vogtwiese
Beleg
Standard-Flurname
Herrschaftliche-Vogt-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1776
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Vogt
Zu ahd. fogat ‚Richter, (Rechts-)beistand‘, mhd. voget, vogt, voit st. M. ‚Rechtsbeistand, Verteidiger, Fürsprecher, Schirmherr eines Gotteshauses, Richter, Gerichtsbeamter‘, einer Entlehnung aus mittellat. vocatus ‚Rechtsvertreter‘. Die FlN verweisen auf Besitz eines Vogts.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Vogt
Zu ahd. fogat ‚Richter, (Rechts-)beistand‘, mhd. voget, vogt, voit st. M. ‚Rechtsbeistand, Verteidiger, Fürsprecher, Schirmherr eines Gotteshauses, Richter, Gerichtsbeamter‘, einer Entlehnung aus mittellat. vocatus ‚Rechtsvertreter‘. Die FlN verweisen meist auf Besitz eines Klostervogts. Der zum Vaudenfeld in Viernheim gehörige Vaudenhof scheint früher Bannhof genannt worden zu sein
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herrschaftliche-Vogt-Wiese: herrschaftliche vogtwiese (Reichenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/434718_herrschaftliche-vogtwiese> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/434718