Eis-Grund: im eyssgrund
Beleg
Standard-Flurname
Eis-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, Ende 18. Jahrhundert
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eis
Wohl zu ahd. mhd. îs st.N. ‚Eis‘. In den Eiskellern und -löchern wurden die aus dem Eis der Flüsse und Teiche geschlagenen Blöcke aufbewahrt, die im Sommer zur Kühlung der Lebensmittel dienten. - Der ungewöhnliche FlN Eiskachel in Wißmar geht auf mhd. îskachel M. ‚Eiszapfen‘ zurück. Da die Flur am Flusslauf der alten Lahn liegt, war wohl eine besondere Eisbildung in oder an dem Gewässer Benennungsmotiv.
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eis
Wohl zu ahd. mhd. îs st. N. ‚Eis‘. Sicher hierher gehören aber wohl nur die Eiskeller- und Eiswasser-Namen. In den Eiskellern wurden die aus dem Eis der Flüsse und Teiche geschlagenen Blöcke aufbewahrt, die im Sommer zur Kühlung der Lebensmittel dienten. Der Name Eiseiche in Erbuch benennt dagegen eine spezielle Eichenart, etwa die Trauben-Eiche (Quercus sessiflora).
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eis-Grund: im eyssgrund (Lüderbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/430053_im-eyssgrund> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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