Fohlen-Stall: oberm fullstall
Beleg
Standard-Flurname
Fohlen-Stall
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1787
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fohlen
Zu ahd. folo, mhd. vole, vol sw. M. ‚junges Pferd, Fohlen‘.
Stall
Die hier zusammengestellten Belege sind zu ahd. mhd. stal st. M. N., u. a. ‚Stall‘ zu stellen. Ganz klar ist dies bei der Kombination mit Tierbezeichnungen. Die Namen erinnern dann an Unterstellplätze für das Vieh. Insbesondere in Gießen wurde eine intensive Schafwirtschaft betrieben (Knauß).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fohlen
Zu ahd. folo, mhd. vol(e) sw. M. ‚Fohlen‘. Die offenbar jungen Namen haften an Flurstücken, auf denen Fohlen gehalten wurden.
Stall
Da bei den hier zusammengestellten Belegen Kurzvokal im BT anzunehmen ist, sind sie nicht zu Stahl (s. d.) zu stellen, sondern zu ahd. mhd. stal st. M. N., u. a. ‚Stall‘. Die Namen erinnern dann an Unterstellplätze für das Vieh.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fohlen-Stall: oberm fullstall (Laudenbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/429655_oberm-fullstall> (aufgerufen am 11.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/429655