Pfanne-Kurt-Hecke: Pfanne-Kurt-Hecke
Weitere Belege
- auf der pfannkurthshecke
Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1781
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘; bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein - wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s.d.), gebildet. Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auch forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich.
Kurt
Zum PN Kurt, einer Kurzform von Konrad. Es ist allerdings unklar, ob die frühen Belege in Niederkleen im BT tatsächlich <t> enthalten oder ob hier Verlesung für <z> vorliegt: dann zu kurz.
Pfanne
Zu ahd. pfanna, mhd. phanne sw. st. F. ‚Pfanne‘, einer Entlehnung aus spätlat. panna ‚Schüssel‘. Namengebend war die runde Form der Grundstücke, besonders deutlich bei Pfannkuchen, oder die extrem lange, schmale Grundstücksform wie bei Pfannenstiel.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hecke
Zu ahd. hegga ‚Wall, Schanze‘, mhd. hecke, hegge, heck st. sw. F. ‚Hecke‘, bedeutet in den westmitteldt. Dialekten nicht nur ‚lebender Zaun‘, sondern auch ‚Gebüsch, Gestrüpp; niederer Buschwald‘. Die FlN beziehen sich in erster Linie auf künstlich gezogene, lebende Umzäunungen, die zur Eingrenzung von Flurstücken oder, in älterer Zeit, zur klein- wie großräumigen Befestigung dienten: Dörfer und Gehöfte waren oft von Hainbuchenzäunen umgeben, Landwehren aus undurchdringlichen Heckenstreifen, sog. Gebücken (s. d.) gebildet (vgl. z. B. Eberstadt). Daneben verweisen viele Namen aber auch auf einzeln stehendes Strauchwerk und Dorngestrüpp in der Feldflur, vor allem aber auf forstlich genutzte Waldstücke mit Busch- oder Niederwald. Bei den älteren Namen ist eine sichere Unterscheidung zwischen Hecke und dem verwandten Hege nicht immer möglich (s. Leeheim, Trebur). An Verkleinerungsformen erscheinen sowohl Heckel als auch die Weiterbildung Heckelchen.
Pfanne
Zu ahd. pfanna, mhd. phanne sw. st. F. ‚Pfanne‘, einer Entlehnung aus spätlat. panna ‚Schüssel‘. Namengebend war die runde Form der Grundstücke.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pfanne-Kurt-Hecke: Pfanne-Kurt-Hecke (Kammerbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/427686_pfanne-kurt-hecke> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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