Woll-Röder-Pfad: Woll-Röder-Pfad
Weitere Belege
- auf dem wolleroeder pfadt
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 1751
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.
Woll
Unklar. Wenn nicht nach Rundung des Stammvokals aus Wall-Schneise oder zu einem FamN Woll, Wull, dann vielleicht zur Pflanzenbezeichnung Wollen, mhd. wullen, wüllen, ahd. wullina, die an wollartigen Pflanzen wie der Königskerze (Verbascum), dem Seifenkraut (Saponaria pumila), der Wollblume (Anthyllis Vulnera) oder der Woll-Distel (Cirsium eriophorum) hängt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Woll-Röder-Pfad: Woll-Röder-Pfad (Hetzerode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/424463_woll-roeder-pfad> (aufgerufen am 05.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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