Ober-Tür: Ober-Tür
Weitere Belege
- auf der oberthuer
Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1780
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ober
Zu ahd. obor, obero ‚der obere, höher‘, mhd.ober ‚ober‘. Ober kennzeichnet im Gegensatz zu unter und nieder (s.d.) die erhöhte Lage von Flurstücken, Wegen und Einrichtungen. Daneben häufig als Feld-Bezeichnung auf der Grundlage der Dreifelderwirtschaft (gegen Nieder-, Unterfeld).; in Verbindung mit -dorf Teil des Ortes, soweit nicht zur selbstständigen Siedlung Oberdorf / Oberndorf (s.d.) geworden.
Tür
Zu ahd. turi, mhd. tür(e) st. F. ‚Tür, Tor, Pforte‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ober
Zu ahd. oboro, obero ‚der obere, höher‘, mhd. ober ‚ober‘. Ober kennzeichnet im Gegensatz zu unter und nieder die erhöhte Lage von Flurstücken, Wegen und Einrichtungen. Daneben häufig als Feld-Bezeichnung auf der Grundlage der Zwei- oder Dreifelderwirtschaft (gegen Nieder-, Unterfeld, s. d.). Der Beleg aus Schönberg kann auch zu mhd. âber ‚trocken und warm‘, fnhd. aper ‚schneefrei‘ gehören, doch dürfte in Anbetracht des FlN Unterberg in derselben Gemarkung eher von einer hyperkorrekten Schreibung für ober auszugehen sein (vgl. Bürstadt, Schaafheim).
Tür
Zu ahd. turi, mhd. tür(e) st. F. ‚Tür, Tor, Pforte‘ bzw. den Diminutivformen ahd. turilîn, mhd. türlîn st. N. Das Diminutiv Türchen erscheint in schriftlichen Quellen erst in nhd. Zeit. Der FlN bezieht sich auf Durchgänge, zumeist durch Stadtmauern oder Umzäunungen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ober-Tür: Ober-Tür (Harmuthsachsen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/422087_ober-tuer> (aufgerufen am 03.11.2026)
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