Gotte-Will-Wiese: AUF DEN GOTTESWILLWIESEN
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gotte
Vermutlich zum altdt. PN Goda, Gota, kaum zu hess. Gote ‚Patin‘.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Will
Wenn nicht zum FamN Will, Wille(n), der auch historisch belegt ist (Johannes Wille von Lieche Syndicus und Procurator (1498), Wyln Conradt (1528)), dann zu wild (s.d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gotte-Will-Wiese: AUF DEN GOTTESWILLWIESEN (Harmuthsachsen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/422012_auf-den-gotteswillwiesen> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/422012