Wolf-Heilige: bej Wolfsheilig: geleg:
Beleg
Standard-Flurname
Wolf-Heilige
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1548
Quelle
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14.
Weitere Belege
- 1543: bey Wolfsheyligenn [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Hanauer Urkunden, Ämter, Orte und Beamte., S. 757
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Heilige
Substantivbildung zum Adjektiv heilig (s. d.).
Wolf
Wohl größtenteils zu ahd. mhd. wolf st. M. ‚Wolf‘. Die Namen erinnern an bezeugte oder vermutete Aufenthaltsorte der Tiere. Die große Bedeutung der Wölfe und das Ausmaß der oft eingebildeten Bedrohung für die Menschen spiegelt sich in der Häufigkeit der Namen, insbesonders in der Vielfalt der Kombinationstypen wider. So weisen etwa Wolfsgarten, -grube, -kaute oder -loch auf Fallen zum Fangen der Wölfe hin. Die Wolfsfurt ist der Name des alten Lahnübergangs am Hoppenstein im Zuge der karolingischen Weinstraße. Wo der FamN Wolf vorliegt, kann formal nicht festgestellt werden. Er ist auch historisch im Raum bezeugt. - Die Bedeutung von Wolf(s)zug ist unklar (s. Zug).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wolf-Heilige: bej Wolfsheilig: geleg: (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/4139_bej-wolfsheilig-geleg> (aufgerufen am 27.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/4139