Wolf-Grund: uff dem Wolfizgrunde
Beleg
Standard-Flurname
Wolf-Grund
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1358
Quelle
Reimer, Heinrich: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehem. Provinz Hanau. Bd. 3. 1350-1375. Leipzig 1894.
Weitere Belege
- IM WOLFSGRUND
- 1425: in dem wolffs gru:de [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, O II b, Hanauer Urkunden, Kirchen und Klöster, Kloster Schlüchtern. - 1548: Jm wolfgrundt [Baumgarten]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14., fol. 100 - 1548: Jm wolfsgrundt [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14., fol. 75' - um 1600: im wolffsgrundt [Garten]
Staatsarchiv Marburg, Salbücher, Nr. 400., fol. 73' - 1614: Jm wolfsgrundt [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. S 716., fol. 4' - ca. 1620: im wolffs grundt
Staatsarchiv Marburg, Salbücher, Nr. 399., fol. 140' - 1687: in dem wolfs grundt [Garten]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XVII, Nr. 204. - 1715: im Wolffsgrund [Acker]
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1668., pag. 3 - 1763: Wolffs grund
Staatsarchiv Marburg, 86. Hanauer Nachträge, Nr. S 58.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Wolf
Wohl größtenteils zu ahd. mhd. wolf st. M. ‚Wolf‘. Die Namen erinnern an bezeugte oder vermutete Aufenthaltsorte der Tiere. Die große Bedeutung der Wölfe und das Ausmaß der oft eingebildeten Bedrohung für die Menschen spiegelt sich in der Häufigkeit der Namen, insbesonders in der Vielfalt der Kombinationstypen wider. So weisen etwa Wolfsgarten, -grube, -kaute oder -loch auf Fallen zum Fangen der Wölfe hin. Die Wolfsfurt ist der Name des alten Lahnübergangs am Hoppenstein im Zuge der karolingischen Weinstraße. Wo der FamN Wolf vorliegt, kann formal nicht festgestellt werden. Er ist auch historisch im Raum bezeugt. - Die Bedeutung von Wolf(s)zug ist unklar (s. Zug).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wolf-Grund: uff dem Wolfizgrunde (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/4128_uff-dem-wolfizgrunde> (aufgerufen am 27.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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