Warte-Schlag: am wart schlag

Historischer Beleg aus Steinau an der Straße  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Warte-Schlag

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1548

Quelle

Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schlag

In der Regel benennt Schlag in FlN einen begrenzten Bezirk Landes, meist ein Waldstück, das zum Holzeinschlag bestimmt war, aber auch Wiesen- und Ackereinheiten, die verteilt worden waren. Alternativ kann Schlag an eine Straßensperre durch einen Schlagbaum oder eine Schranke erinnern. Beide Sachbezüge gehen zurück auf ahd. slag, mhd. slac, slag st. M. ‚Schlag‘. Welche Bedeutung zutrifft, kann meist nur durch Überprüfung vor Ort festgestellt werden. - Schlagmühle bezieht sich auf eine Ölmühle.

Warte

Zu ahd. warta ‚Warte; Ausschauen‘, mhd. warte, wart st. F. ‚spähendes Ausschauen; Platz oder Gebäude, von dem aus gespäht, gelauert wird‘. Es handelt sich um eine Substantivbildung zu warten in der älteren Bedeutung ‚ausschauen‘. Die FlN beziehen sich teils auf Warttürme, von denen aus die umliegende Landschaft überblickt werden konnte, teils aber auch allgemein auf höher gelegene Orte, die als Ausschauplatz dienten. Wartbäume gelten daher als Wacht- oder Schlagbäume, doch es ist nicht klar, ob es sich hier ebenfalls um Aussichtspunkte oder eher um Grenzpunkte handelt.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schlag

In der Regel benennt Schlag in FlN einen begrenzten Bezirk Landes, meist ein Waldstück, das zum Holzeinschlag bestimmt war, aber auch Wiesen- und Ackereinheiten, die verteilt worden waren. Alternativ kann Schlag an eine Straßensperre durch einen Schlagbaum oder eine Schranke erinnern. Beide Sachbezüge gehen zurück auf ahd. slag, mhd. slac, slag st. M. ‚Schlag‘. Welche Bedeutung zutrifft, kann meist nur durch Überprüfung vor Ort festgestellt werden wie bei der Dreieicher Ringlandwehr1, manchmal auch durch den Kombinationstyp (vgl. Einhausen, Erzhausen, Sprendlingen; vgl. Schlagbaum).

Warte

Zu ahd. warta ‚Warte; Ausschauen‘, mhd. warte, wart st. F. ‚spähendes Ausschauen; Platz oder Gebäude, von dem aus gespäht, gelauert wird‘. Es handelt sich um eine Substantivbildung zu warten in der älteren Bedeutung ‚ausschauen‘. Die FlN beziehen sich teils auf Warttürme, von denen aus die umliegende Landschaft überblickt werden konnte, teils aber auch allgemein auf höher gelegene Orte, die als Ausschauplatz dienten. Wartbäume gelten daher als Wacht- oder Schlagbäume, doch es ist nicht klar, ob es sich hier ebenfalls um Aussichtspunkte oder eher um Grenzpunkte handelte.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Warte

Karte 141

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Warte-Schlag: am wart schlag (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/4077_am-wart-schlag> (aufgerufen am 27.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/4077