Leit-Lar: leikelar
Beleg
Standard-Flurname
Leit-Lar
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1684
Weitere Belege
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Lar
In einigen Fällen (Biebesheim am Rhein, Langen?) liegt vermutlich der (vor allem in ON begegnende) Namenbestandteil Lar- ‚Weideplatz, Grasplatz‘ zu Grunde. Die Namenform Lärig (Klein-Bieberau) ist (sofern sie nicht eher zu Lerche (s. d.) zu stellen ist) offenbar mit kollektivierendem -ig-Suffix gebildet. Die Namen in Bensheim sind an mhd. lôwer st. M. ‚Gerber‘ anzuschließen; die Flurstücke spielten wohl bei der Gewinnung von Lohe (Eichenrinde) durch die örtlichen Lohgerber eine Rolle. Auf Grund der dialektal üblichen Hebung /ɑ/ > /o/ sind die Namenformen Lahr und Lohr nicht voneinander zu trennen; zudem können sie auch das Ergebnis einer lautlichen Kontraktion sein, etwa aus Loher ‚Gerber‘ oder Lauer (s. d.).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Leit-Lar: leikelar (Nieder-Ense)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/396424_leikelar> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/396424