Roggen-Tal: ROGGENTHAL [roggendal]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tal
Zu ahd. mhd. tal st.N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Roggen
In Heppenheim ursprünglich zu einem PN Raburger, der später umgedeutet bzw. zersprochen und mit ahd. roggo, mhd. rocke, rogge sw. M., fnhd. rogg, rocken ‚Roggen‘ verbunden wurde. Namengebend war dann wie vermutlich in Gin/ Gust der Anbau des Getreides.
Tal
Zu ahd. mhd. tal st. N. st. M. ‚Tal, Niederung, zwischen Anhöhen liegendes Tiefland‘. Wie nhd. als Bezeichnung der relativen Lage für tiefer gelegenes Gelände. Die Thaler-Belege in Dornheim und Mosbach zeigen vermutlich eine sekundäre Pluralbildung. Die Abgrenzung zu Dohl ‚Abzugsgraben‘ ist wegen der mundartlichen Hebung von /ɑ/ > /o/ in Tal nicht immer sicher.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Roggen-Tal: ROGGENTHAL (Mühlhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/395727_roggenthal> (aufgerufen am 06.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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