Maul-Hügel: MAULHUEGEL [maulhewwel]
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hügel
Hügel ist eine ostmitteldt. Weiterbildung von ahd. houg, mhd. houc st. N: ‚Hügel, Hauk‘ mit Diminutivsuffix /-el/, die im 16. Jahrhundert durch Luther schriftsprachlich geworden ist.
Maul
Es liegen verschiedene Benennungsmotive vor: Einmal als Name wegen der Form eines Maulkorbs. Das Wort ist seit dem 16. Jahrhundert belegt. In der Grenzflur Bellersheim/Utphe liegt hingegen der PN Wilhelm Maul vor.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hügel
Hügel ist eine ostmitteldt. Weiterbildung von ahd. houg, mhd. houc st. N. ‚Hügel‘ mit Diminutivsuffix -el, die im 16. Jh. durch Luther schriftsprachlich geworden ist. Obwohl auch in die Mundart eingewandert, konkurriert das Wort in Südhessen mit dem gleichbedeutenden, weiter verbreiteten Hübel und vor allem mit Buckel (s. d.). In FlN tritt Hügel seit der Mitte des 17. Jh.s auf, doch scheinen nicht wenige rezente Namen erst durch amtliche Verschriftung von älterem Hübel (s. d.) entstanden zu sein (vgl. Biebesheim am Rhein, Langen, Walldorf, Wolfskehlen). FlN mit Fugen-s gehen vielleicht auch auf den FamN Hügel zurück (Ober-Kinzig, Rod(BGS)?).
Maul
In Schaafheim handelt es sich vielleicht um einen FormN, zu ahd. mûla, mhd. mûl, mûle st. N. ‚Maul‘. Da aber dem FlN auch mhd. mûl in der Bedeutung ‚Maulesel‘ oder ein älteres Wort für ‚Mühle, Mühlstein‘ aus lat. mola zu Grunde liegen kann
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Hügel
Karte 73
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Maul-Hügel: MAULHUEGEL (Hundsdorf)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/391175_maulhuegel> (aufgerufen am 05.06.2026)
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