Schrenke: neber: den schrencke

Historischer Beleg aus Steinau an der Straße  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schrenke

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1412

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Hanauer Urkunden, Ämter, Orte und Beamte.

Deutungen

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Schrenke

Im Namen des am Damm liegenden, von der allgemeinen Richtung der Fluren abweichenden Flurstücks scheint sich die intransitive Bedeutung des mhd. schwachen Verbs schrenken ‚seitwärts abweichen‘ erhalten zu haben, sodass der BT als Partizipialbildung aus schrenkend ‚die seitwärts abweichenden Äcker/ Wiesen‘ zu verstehen ist. Für die transitive Bedeutung von schrenken ‚quer und über Kreuz setzen, schräg stellen, verschränken‘, die auch fnhd. und mit der Bedeutung ‚querlegen‘ noch heute dialektal besteht, fehlt ein Täter als Namengeber.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schrenke: neber: den schrencke (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/3875_neber-den-schrencke> (aufgerufen am 27.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/3875