Schrenke: neber: den schrencke
Beleg
Standard-Flurname
Schrenke
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1412
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Hanauer Urkunden, Ämter, Orte und Beamte.
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schrenke
Im Namen des am Damm liegenden, von der allgemeinen Richtung der Fluren abweichenden Flurstücks scheint sich die intransitive Bedeutung des mhd. schwachen Verbs schrenken ‚seitwärts abweichen‘ erhalten zu haben, sodass der BT als Partizipialbildung aus schrenkend ‚die seitwärts abweichenden Äcker/ Wiesen‘ zu verstehen ist. Für die transitive Bedeutung von schrenken ‚quer und über Kreuz setzen, schräg stellen, verschränken‘, die auch fnhd. und mit der Bedeutung ‚querlegen‘ noch heute dialektal besteht, fehlt ein Täter als Namengeber.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schrenke: neber: den schrencke (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/3875_neber-den-schrencke> (aufgerufen am 27.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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