Fünf-Seen-Blick: FUENFSEENBLICK
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Fünf
Zum Zahlwort ahd. fimf, mhd. vunf ‚fünf‘. Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke.
Seen
GewN. Seen ist die ältere Namenform des Seenbachs (s.d.), einem Bach links > Ohm > Lahn. Es handelt sich vermutlich um einen vorgermanischen GewN, eine -ina-Ableitung zur Wurzel *segh ‚halten, Gewalt, Sieg‘ (Reichardt) oder -wahrscheinlicher- eine /nd/-Ableitung zu germ. *sig- ‚Sumpf‘ (Greule). Nach den Seen sind verschiedene Orte, wie Freienseen (s.d.), benannt, so dass sich die hier angeführten historischen Belege z.T. auf den (verkürzten) OrtsN beziehen. - Der heutige amtliche Wohnplatz Seenbrücke in Weickartshain geht auf den hier belegten FlN zurück.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Blick
Vermutlich zu ahd. mhd. blic st. M. ‚Glanz, Blitz, Blick‘ im Sinne von ‚Durchblick‘. Für den umgedeuteten FlN in Dieburg ist auf Grund des ältesten Belegs auch die Herleitung von einem PN B(i)lic nicht auszuschließen.
Fünf
Zum Zahlwort ahd. fimf, mhd. vunf ‚fünf‘. Die Zahlenangabe bezieht sich meist auf die Größe der Flurstücke. In Harpertshausen und Lörzenbach waren charakteristische Baumgruppen namengebend, am Reisig in Raunheim hatten fünf Dörfer Anteil.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fünf-Seen-Blick: FUENFSEENBLICK (Bringhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/378503_fuenfseenblick> (aufgerufen am 05.11.2026)
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