Wittum: IM WEDUM [im strick]

Rezenter Beleg aus Hahn  
Gemeinde
Pfungstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Beleg

Standard-Flurname

Wittum

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch

Wittum

Zu ahd. widamo, mhd. wideme, widem sw. st. M. st. F., hier in der Bedeutung ‚Dotierung einer Kirche, bes. die Grundstücke und dann auch die Grundstücke und Gebäude selbst, bes. der Pfarrhof‘. In Anlehnung an das Suffix /-tum/ entstehen im 15., 16. Jahrhundert. Varianten wie Widum und Witthumb. Die Formen mit der Schreibung <-tt-> im Inlaut dürften sich aber besonders durch das Vorbild von frühnhd. witwe - über den Einfluss der zweiten Bedeutung ‚Brautgabe‘ für Wittum - vermehrt haben. Die FlN weisen in der Regel auf kirchlichen Grundbesitz hin.

Südhessisches Flurnamenbuch

Wittum

Zu ahd. widamo, mhd. wideme, widem sw. st. M. st. F., hier in der Bedeutung ‚Dotierung einer Kirche, bes. die Grundstücke und dann auch die Grundstücke und Gebäude selbst, bes. der Pfarrhof‘. In Anlehnung an das Suffix -tum entstehen im 15., 16. Jh. Varianten wie Widum und Witthumb. Die Formen mit der Schreibung .-tt-- im Inlaut dürften sich aber besonders durch das Vorbild von fnhd. witwe - über den Einfluss der zweiten Bedeutung ‚Brautgabe‘ für Wittum - vermehrt haben. Die FlN weisen in der Regel auf kirchlichen Grundbesitz hin. So liegt in Verbindung mit dem GT -hof mhd. widemhof ‚Pfarrhof‘ zu Grunde; in Verbindung mit -hube, mhd. widemhuobe, kann aber auch weltlicher Besitz namengebend gewesen sein.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wittum: IM WEDUM (Hahn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/376119_im-wedum> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/376119