Böse-Viertel: ufm Bösen Viertel
Beleg
Standard-Flurname
Böse-Viertel
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1724
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 50/7.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Böse
Zu ahd. bôsi, mhd. boese, bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘. Nach der geringen Qualität der benannten Objekte. - In Treis, heute als Born verschwunden, Gegensatz zum guten Born (s.d.), einem ‚Gesundbrunnen‘.
Viertel
Zu ahd. fiorteil, mhd. vierteil, viertel st.N., ursprünglich eine Zusammenrückung aus ‚der vierte Teil‘. Viertel war die gebräuchliche Bezeichung für ein Viertel eines Lokalmorgens.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Böse
Zu ahd. bôsi, mhd. bôse ‚schlecht, gering, wertlos‘. In Darmstadt hat eine Umdeutung von böse zu Busen im Sinne von rundlicher Erhöhung stattgefunden.
Viertel
Zu ahd. fiorteil, mhd. vierteil, viertel st. N., ursprünglich eine Zusammenrückung aus *der vierte Teil. Viertel war die gebräuchliche Bezeichnung für ein Viertel eines Lokalmorgens. Der Beleg aus Finkenbach zeigt die ältere Form vier-teil. Dagegen ist die Zugehörigkeit der Belege aus Lampertheim nicht sicher
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Böse-Viertel: ufm Bösen Viertel (Hahn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/375765_ufm-boesen-viertel> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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