Lange-Dreißig-Morgen: Die langen 30 Morgen
Beleg
Standard-Flurname
Lange-Dreißig-Morgen
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Dreißig
Zum Zahlwort ahd.trîz(z)ug, mhd. drîzec ‚dreißig‘. Eine Hube (s.d.) bestand gewöhnlich aus 30 Morgen.
Länge
Zu ahd. langî, lengî, mhd. lenge st. sw. F., frühnhd. leng ‚Länge‘, einer Substantivbildung zu lang. Der FlN weist auf die langgestreckte Form eines Flurstückes hin. Mitunter hat Umdeutung aus -land - bedingt durch die Gutturalisierung /-nd/ > /ng/- stattgefunden, so in Langgöns.
Lange
Substantivbildung zum Adjektiv lang (s.d.).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Dreißig
Zum Zahlwort ahd. trîz(z)ug, mhd. drîʒec ‚dreißig‘. Der Name Dreißiger (Eberstadt) erinnert an ein Feld, auf dem nicht der Zehnte, sondern nur der Dreißigste erhoben wurde. Eine Hube bestand gewöhnlich aus 30 Morgen.
Morgen
Zu ahd. morgan, mhd. morgen st. M. ‚Morgen; Ackermaß‘, eigentlich ‚so viel Land, wie an einem Vormittag mit einem Gespann umgepflügt werden kann‘. Der Umfang des alten Morgens schwankt vor der Vereinheitlichung zu Beginn des 19. Jh.s im Großherzogtum Hessen von Ort zu Ort, zwischen ca. 2 000 qm und ca. 4 000 qm
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Morgen
Karte 52
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Lange-Dreißig-Morgen: Die langen 30 Morgen (Habitzheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/372367_die-langen-30-morgen> (aufgerufen am 14.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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