Früh-Messer: geforcht neben dem Frumesser
Beleg
Standard-Flurname
Früh-Messer
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1589
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 68/3.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Früh
Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der Ernte Bezug nehmen. Das gilt am ehesten für Frühacker und Frühstück. Da aber alle Früh-Namen in Langgöns liegen, ist deswegen und mit Blick auf die Kombinationstypen die Verbindung mit einem FamN wahrscheinlich. Eindeutig ist das beim Frühshahn, denn der ‚Hain‘ steht offenbar in Bezug zum FamN Frys : 1492 Hirman Frys in Lützellinden. Auch das Frühgut/Freudegut hängt wohl mit einem FamN Früger o. ä. zusammen, der 1694 für das benachbarte Leihgestern nachgewiesen ist. Die Vermengung ist dadurch erleichtert, dass früh dialektal /froi/ gesprochen wird.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Früh
Die Namen können vereinzelt unmittelbar zu ahd. fruo, mhd. vruo ‚früh‘ gehören und dann möglicherweise auf den Zeitpunkt der ersten Heumahd Bezug nehmen. In Hetzbach wird jedoch eher ein FamN zu Grunde liegen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Früh-Messer: geforcht neben dem Frumesser (Groß-Bieberau)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/362631_geforcht-neben-dem-frumesser> (aufgerufen am 06.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/362631