Wanne-Bett: das wannbett
Beleg
Standard-Flurname
Wanne-Bett
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Steina B 2 · Stückbeschreibung Arcinsys
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch
Bett
Zu ahd. betti ‚Lager, Bett; Beet‘, mhd. bette, bet st.N. auch ‚Feld-, Gartenbeet‘. Nhd. Bett und Beet gehen daher auf das gleiche Wort zurück und wurden erst in frühnhd. Zeit geschieden. In Bezug auf die Bedeutung ‚Acker-, Gartenbeet‘ tritt in den FlN ausschließlich Bett auf, und zwar -abweichend vom üblichen Gebrauch - mit femininem Genus. Als Plural erscheint gelegentlich /-er/.
Wanne
Wohl nur zum Teil zu Wanne in der Bedeutung ‚Bodensenke‘. Bei ahd. wanna, wan ‚Getreideschwinge, Wurfschaufel‘, mhd. wanne sw. st. F. ‚Getreide-, Futterschwinge; Wasch-, Badewanne; langrundes Metallgefäß‘, frühnhd. wanne, für das zusätzlich noch die Bedeutung ‚Flächenmaß‘ bezeugt ist, handelt es sich um eine Entlehnung aus lat. vannus ‚Futterschwinge‘. Wegen der gleichen Form wurde die Bezeichnung auch auf Wasch- und Badegefäße übertragen. Diese Form war dann namengebend für entsprechende Bodensenken. Wand- und Wannen-Namen sind aber nicht immer zu trennen. Einige Belege sind vielleicht als um das Präfix gekürzte Formen von Gewann (s.d.) anzusehen.
Südhessisches Flurnamenbuch
Bett
Zu ahd. betti ‚Lager, Bett; Beet‘, mhd. bette, bet st. N. auch ‚Feld-, Gartenbeet‘. Nhd. Bett und Beet gehen daher auf das gleiche Wort zurück und wurden erst in fnhd. Zeit geschieden. Beide Formen beziehen sich gleichermaßen auf die Bedeutung ‚Acker-, Gartenbeet‘. Sie beziehen sich auf die Nutzung, manchmal auf die Form, so gelegentlich auch für Terrassen, Weinberge und stufenförmige Felder. Die Beet-Variante, die in Südhessen selten ist, ist nicht immer sicher von mhd. bete st. F. ‚Abgabe‘ (s. Bede) zu trennen. Betz Wißen und Betzäcker aus Offenbach am Main sind in Anlehnung an den Namen des Pächters von a. 1481 aus Betten umgedeutet worden
Wanne
Wohl nur zum Teil zu Wanne in der Bedeutung ‚Bodensenke‘. Bei ahd. wanna, wan ‚Getreideschwinge, Wurfschaufel‘, mhd. Wanne sw. st. F. ‚Getreide-, Futterschwinge; Wasch-, Badewanne; langrundes Metallgefäß‘, fnhd. wanne, für das zusätzlich noch die Bedeutung ‚Flächenmaß‘ bezeugt ist, handelt es sich um eine Entlehnung aus lat. vannus ‚Futterschwinge‘. Wegen der gleichen Form wurde die Bezeichnung auch auf Wasch- und Badegefäße übertragen. Diese Form war dann namengebend für entsprechende Bodensenken. Wand- und Wannen-Namen sind aber nicht immer zu trennen. Einige historische Formen legen nahe, dass sie als um das Präfix gekürzte Formen von Gewann (s. d.) anzusehen sind.
Hessischer Flurnamenatlas
Bett
Karte 49
Wanne
Karte 7
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wanne-Bett: das wannbett (Steina)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/362212_das-wannbett> (aufgerufen am 29.11.2025)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/362212