Kuckuck-Wiese: Kuckuck-Wiese
Weitere Belege
- kuckucks wiese
Staatsarchiv Marburg Bestand Kat. I Nr. Steina B 2
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Kuckuck
Zu mhd. kukuk st. M. mit vielen Varianten.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Kuckuck m.
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Kuckuck, mhd. kukuk st.m. (Lexer 1, 1765), mnd. kuckuk (kukuk) m. (Lasch/Borchling 2, 698) als Bezeichnung des Vogels entstand zuerst im mittel- und niederdt. Sprachraum und ersetzte älteres gemeindt. Gauch, ahd. gouh st.m. (Schützeichel 70), mhd. gouch st.m. (Lexer 1, 1057), konnte sich aber im Oberdt. nur begrenzt durchsetzen (DWB 11 [V], 2520ff.; DWB 4 [IV, I, 1], 1524ff.; Kluge/ Mitzka 410). In FlN bezieht sich Kuckuck in der Regel auf Aufenthaltsorte des Tieres (Dittmaier 170). Von den älteren hessischen Wörterbüchern erwähnt nur KehreinWb 177 den Kuckuck. Das Wort ist heute in Hessen allgemein verbreitet (SHessWb 4, 9f.; WaldWb 63).
Das ältere Synonym Gauch ist bisher nur in einem einzigen hessischen FlN sicher zu identifizieren, nämlich in 5219b3 Homberg/Ohm VBK (Ramge 1984, 206), obwohl es als Name vermutlich in einer Reihe weiterer FlN enthalten ist (vgl. Knöpp 24) und auch in historischen FlN-Belegen auftritt. Es kann aber nicht sicher von Nebenformen von Jüch, Joch (→ Hessischer Flurnamenatlas, Karte 53; vgl. Dittmaier 121) u.a. getrennt werden.
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Es ist nicht klar, ob Geckes, Gackes, Guckes u. ä. -Namen sich auf den Kuckuck beziehen, da Anhaltspunkte für eine entsprechende Wortform nicht bestehen. Deshalb müssen diese Namen vorderhand mit FamN, Übernamen u.ä. zu Geck zusammengebracht werden, womit verschiedenartige negative menschliche Eigenschaften (von ,töricht‘ bis ‚schielend‘) dialektal bezeichnet werden (vgl. SHessWb 2, 1149f. u.ö.; RheinWb 2, 1085ff.).
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 131
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kuckuck-Wiese: Kuckuck-Wiese (Steina)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/362110_kuckuck-wiese> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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