Weich-Gasse: An der Weig Gaß
Beleg
Standard-Flurname
Weich-Gasse
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1790
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Griesheim 1.
Weitere Belege
- AN DER WEICHGASSE
- 1697: neben der Weichgaß [Weg, Straße]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 42/1., fol. 18 - 19. Jahrhundert: An der Weichgasse
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gasse
Zu ahd. gazza, mhd. gazze sw. F. ‚Gasse‘ bzw. den Diminutiven Gässchen, Gässches, Gässi. Die FlN beziehen sich, soweit es sich nicht um Dorfgassen handelt, meist auf die schmalen Wege, die zwischen Hecken und Zäunen hindurchführten. Auch Pfade, auf denen das Vieh zur Weide geführt wurde, konnten als Gasse bezeichnet werden. - Vermengung mit dem Bei- und FamN Gasse ist im Einzelfall nicht auszuschließen, aber nicht sicher nachweisbar.
Weich
Weiche in der Bedeutung ‚Ausweichstelle‘ ist eine Substantivbildung zu mhd. wîchen st.V., ahd. wîhhan ‚ausweichen‘. Die Vorstellung des Ausweichens ist in den FlN enthalten, für die offenbar Wagenspuren namengebend waren, die das Ausweichen von Fahrzeugen auf schmalen Wegen ermöglichen sollten. Die Ausweichstraße bezieht sich auf einen uneinsehbaren Engpass der Straße (Demmer).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Weich
Zum Adjektiv ahd. weih, mhd. weich ‚weich‘. Der Name weist auf weiche bzw. feuchte Flurstücke und zielt also auf die Bodenbeschaffenheit
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Weich-Gasse: An der Weig Gaß (Griesheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/360620_an-der-weig-gass> (aufgerufen am 31.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/360620