Modau-Grenze: an der Modauer grenz

Historischer Beleg aus Frankenhausen  
Gemeinde
Mühltal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Modau-Grenze

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1755

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grenze

Zu mhd. greniz(e) st. F. ‚Grenze‘, einer Entlehnung des 13. Jahrhunderts aus poln. russ. granica und tschech. hranice ‚Grenzstein, Grenze‘. Die meist erst neuzeitliche Benennung erfolgt nach der Lage an den Gemarkungs- oder Ortsgrenzen. Dem Beleg von ca. 1550 aus Langgöns kann deshalb (und wegen der Flexion) auch der FamN Krenz zu Grunde liegen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grenze

Zu mhd. greniz(e) st. F. ‚Grenze‘, einer Entlehnung des 13. Jh.s aus poln. russ. granica und tschech. hranice ‚Grenzstein, Grenze‘. Die meist erst neuzeitliche Benennung erfolgt nach der Lage an den Gemarkungs- oder Ortsgrenzen. Nur die ältesten Belege in Mosbach (1329) sowie Kleestadt und Langstadt (1495) enthalten vielleicht noch die ältere Bedeutung ‚Gebiet, Feld, Land‘, die greniz(e) als Synonym zu Mark zunächst angenommen hatte. Gränzig (Heubach) liegt am Ortsrand.

Modau

Meist zum vordt. GewN Modau, rechter Nebenfluss des Rheins. Der Beleg aus Groß-Umstadt führt dagegen auf einen entsprechenden Namen für ein anderes Gewässer zurück. Der Name gehört zu einem alten Gewässerwort, das in mhd. mot st. N. ‚Moder, Schlamm, Morast, Sumpf‘ erhalten ist.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Modau-Grenze: an der Modauer grenz (Frankenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/353286_an-der-modauer-grenz> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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