Krebe: HINTERM GREBEN
Weitere Belege
- 1567: beym Kreben
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 8/1., fol. 8' - 1702: hinterm Greben [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 34/1., fol. 54' - 1755: hinter dem Greben
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 68 - 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Hinterm Greben
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1. - 1811: in den zweiten hinterste Greben [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 122 - 1811: im Greben genant [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 126
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Krebe
Zu mhd. krebe sw. M. ‚Korb‘, eigentlich ‚geflochtener Korb‘. Kreben waren eingezäunte Weideplätze für Vieh, insbesondere für Schweine. Sie gehörten zum Sonderland der Gemarkung. - Die Belege sind allerdings von Gräben ‚Gräben‘ (s.d.), vielleicht auch von mhd. grêve, grêbe, der mitteldt. Form von mhd. grâve ‚königlicher Gerichtsvorsitzender, Graf‘, oft nicht klar zu trennen, besonders wenn sie als BT vorkommen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Krebe
Zu mhd. krebe sw. M. ‚Korb‘, eigentlich ‚geflochtener Korb‘. Kreben waren eingezäunte Weideplätze für Vieh, insbesondere für Schweine. Sie gehörten zum Sonderland der Gemarkung, das individuell genutzt werden konnte. Die Belege sind allerdings von den Graben-, Gräben- und wohl auch den Greffe- und Krähen-Namen oft nicht zu trennen, besonders wenn sie als BT vorkommen. In Ober-Modau scheint auch ursprünglich Krebe vorgelegen zu haben, der Name für das Wiesengelände wurde schon früh umgedeutet (unter Einfluss von Rebstock).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Krebe: HINTERM GREBEN (Frankenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/353264_hinterm-greben> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/353264