Krebe-Berg: am Krebenberge
Beleg
Standard-Flurname
Krebe-Berg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1567
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 8/1.
Weitere Belege
- 1648: im kreben berg
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 5 - 1702: im Grebenberg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 34/1., fol. 32 - 1755: im Grebenberg
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 68 - 1788: im Gräben Berg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 100 - 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Am Greberg
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1. - 1811: am Greberg [Acker]
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1., S. 122
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.
Krebe
Zu mhd. krebe sw. M. ‚Korb‘, eigentlich ‚geflochtener Korb‘. Kreben waren eingezäunte Weideplätze für Vieh, insbesondere für Schweine. Sie gehörten zum Sonderland der Gemarkung. - Die Belege sind allerdings von Gräben ‚Gräben‘ (s.d.), vielleicht auch von mhd. grêve, grêbe, der mitteldt. Form von mhd. grâve ‚königlicher Gerichtsvorsitzender, Graf‘, oft nicht klar zu trennen, besonders wenn sie als BT vorkommen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Berg
Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.
Krebe
Zu mhd. krebe sw. M. ‚Korb‘, eigentlich ‚geflochtener Korb‘. Kreben waren eingezäunte Weideplätze für Vieh, insbesondere für Schweine. Sie gehörten zum Sonderland der Gemarkung, das individuell genutzt werden konnte. Die Belege sind allerdings von den Graben-, Gräben- und wohl auch den Greffe- und Krähen-Namen oft nicht zu trennen, besonders wenn sie als BT vorkommen. In Ober-Modau scheint auch ursprünglich Krebe vorgelegen zu haben, der Name für das Wiesengelände wurde schon früh umgedeutet (unter Einfluss von Rebstock).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Krebe-Berg: am Krebenberge (Frankenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/353256_am-krebenberge> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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