Hospital-Gut: das hospital Gut
Beleg
Standard-Flurname
Hospital-Gut
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1788
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 4, Frankenhausen Nr. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. Die Verbindung Gute Leute, auch Gutmann, bezeichnet euphemistisch Aussätzige und Leprakranke, die wegen der Ansteckungsgefahr in Siechenhäusern außerhalb der Ortschaften untergebracht waren.
Hospital
Zu ahd. hospitâlhûs ‚Armenhaus‘, mhd. hospitâl st. N. ‚Spital, Pflege-, Krankenhaus‘, einem Lehnwort aus mittellat. hospitale ‚Hospiz, Asyl‘, das seinerseits aus lat. hospitâlis ‚gastfreundlich‘ gebildet wurde. Die Namen verweisen auf Grundstücke im Besitz eines Hospitals.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Gut
Zu ahd. mhd. guot ‚gut‘. Das Adjektiv bezieht sich auf die gute Qualität der benannten Objekte. In Wald-Erlenbach liegt eher der FamN Gutschneider vor. Als GT bezieht sich Gut durchweg auf Besitz: mhd. guot st. N. ‚Gut, Vermögen, Besitz‘.
Hospital
Zu ahd. hospitâlhûs ‚Armenhaus‘, mhd. hospitâl st. N. ‚Spital, Pflege-, Krankenhaus‘, einem Lehnwort aus mittellat. hospitale ‚Hospiz, Asyl‘, das seinerseits aus lat. hospitālis ‚gastfreundlich‘ gebildet wurde. Die Namen verweisen auf Grundstücke im Besitz eines Hospitals (etwa des Heilig-Geist-Hospitals in Bensheim oder des Hospitals Hofheim in Gräfenhausen).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hospital-Gut: das hospital Gut (Frankenhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/353224_das-hospital-gut> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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