Hege: vf der obern hege geleg:
Beleg
Standard-Flurname
Hege
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1548
Quelle
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14.
Weitere Belege
- 1548: vf der vndern hege [Garten]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XIX, Nr. 14., fol. 124' - 1611: sampt der kleinen Heege
Staatsarchiv Marburg, O II d, Hanauer Urkunden, Hospitäler, Welsbergische Pflege. - 1615: obern Hege beim Sachsenhoff
Staatsarchiv Marburg, O II d, Hanauer Urkunden, Hospitäler, Welsbergische Pflege. - 1792/1793: Eine Heeg [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1657., pag. 34
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘), aber auch auf Landwehren und Dorfumwehrungen.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hege
Zu mhd. hege sw. F. ‚Hege‘, einem Abstraktum zu mhd. hegen sw. V. ‚mit einem Hag umgeben, umzäunen; pflegen, bewahren‘. Die Namen weisen auf eingefriedete, mit Hecken und Zäunen umgebene Flurstücke und besonders auf Wälder oder Waldstücke, die unter Schutz stehen (mhd. hegewalt st. N. ‚gehegter Wald‘). Bei vielen historischen Belegen ist eine präzise lautliche Abgrenzung gegen (etymologisch zudem eng verwandtes) Haag und Hecke nicht möglich. In Sickenhofen fand offenbar eine Umdeutung von Hege zu Heger ‚Wildhüter, Forstaufseher‘ statt.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hege: vf der obern hege geleg: (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/3398_vf-der-obern-hege-geleg> (aufgerufen am 27.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/3398