Grün-Wiese: die Grüne Wiese genant
Beleg
Standard-Flurname
Grün-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1792/1793
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Karten, A II, Nr. 1657.
Weitere Belege
- DIE GRUENWIESE
- o.J.: die sogenante grüne=wiesen [Wiese]
Staatsarchiv Marburg, 85. Hanauer Kammer, XXX, Nr. 36., fol. 3' - ca. 1620: Die grünwiesen
Staatsarchiv Marburg, Salbücher, Nr. 399., fol. 142
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grün
Zu ahd. gruoni, mhd. grüen ‚grün, wachsend‘. Die Namen beziehen sich meist auf den Grasbewuchs der Flurstücke. Der häufige Name grüner Weg kann - vergleichbar dem FlN Grasweg (s. d.) - auf eine mit Gras bewachsene, nicht mehr für den Verkehr benutzte, frühgeschichtliche Straße hindeuten.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Grün-Wiese: die Grüne Wiese genant (Steinau an der Straße)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/3387_die-gruene-wiese-genant> (aufgerufen am 27.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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