Kette-Grabe: Kettengraben

Historischer Beleg aus Braunshardt  
Gemeinde
Weiterstadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Kette-Grabe

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.

Deutungen

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grabe

Vermutlich zum FamN Grabe.

Kette

Teils zu ahd. ketina, mhd. keten(e) sw. st. F. ‚Kette, Metallband aus Einzelgliedern‘, einer Entlehnung aus lat. cat³na. So etwa in Neckarsteinach, wo ein Ziehbrunnen mit einer Kette namengebend war. Dazu kommt Kette vielleicht auch als FormN in Arheilgen und Babenhausen in Betracht, namengebend kann auch ein mit einer Kette abgesperrtes Flurstück sein. Die FlN in Babenhausen und Rehbach/Zell(Odenwald) weisen Varianten mit tere im BT auf. Diese verweisen eher auf mhd. gater, geter M. N. ‚Gatter, Gitter als Tor oder Zaun‘ und damit auf eine Einzäunung des Hains als namengebendes Motiv. Die übrigen Belege können auch auf PN zurückgehen, so in Braunshardt, Bürstadt, Messel.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kette-Grabe: Kettengraben (Braunshardt)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/336556_kettengraben> (aufgerufen am 16.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/336556