März-Kuppe: DIE MAERZKUPPE [maerzkoppe]

Rezenter Beleg aus Günsterode  
Gemeinde
Melsungen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

März-Kuppe

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

März

Zu ahd. merzo, mhd. merze, merz sw. M. ‚März‘, einer Entlehnung aus lat. (mensis) martius. Das Benennungsmotiv dürfte, wie bei den in den meisten Regionen häufigeren Mai-Namen, auf den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung (Märzwiesen) zurückzuführen sein. Im Einzelfall können Namen auch auf den FamN März zurückgehen, so wahrscheinlich in Hausen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

März

Zu ahd. merzo, mhd. merze, merz sw. M. ‚März‘, einer Entlehnung aus lat. (mensis) mārtius. Das Benennungsmotiv dürfte, wie bei den in den meisten Regionen häufigeren Mai-Namen, auf den jahreszeitlichen Rhythmus der Natur und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung (Märzwiesen, -weiden) zurückgehen. Märzbrunnen, -born und -see benennen Gewässer, die hauptsächlich für die Dauer der Schneeschmelze zu Tage treten.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Koppe f.

1

Wahrscheinlich ist Koppe zu vergleichen mit ahd. chuppha f. ‚Kopf ‘ (Graff 4, 355), mhd. kupfe, gupfe sw. f. (Lexer l, 1788), als Formname aus lat. cuppa ,Becher‘ in der Bedeutung ‚Bergspitze, äußerstes Ende‘ entlehnt (Kluge/Mitzka 413). Das Wort taucht zuerst in den mitteldt. Mundarten auf (DWB 11 [V], 1784, 2771).

Den hessischen Idiotica ist Koppe nicht bekannt; die Nennung für Südhessen (SHessWb 3, 1670) ist wohl auf schriftsprachlichen Einfluß zurückzuführen; zumindest sind in diesem Gebiet keine FlN belegt. Ob die Form Kaupe als Nebenform zu Koppe/Kuppe zu verstehen ist (Arnold 342), ist nicht ganz sicher, doch wahrscheinlich, da es sich um Bergnamen handelt. Kaupe ist für die Wetterau bei E. Alberus belegt: kaup ‚apex, apiculus‘ ein kaupp uf des huns oder vogels heubt (DWB 11 [V], 360; vgl. Weigand/Hirt 1, 1014).

In FlN bezeichnet Koppe zumeist die ‚oberste Bergerhöhung‘ (Genzel 27).

2

Da eine Überschneidung mit den Mundartformen von Kapaun, Koppen, Kappen möglich ist (DWB 11 [V], 1783; SHessWb 3, 1674), wurden die Belege, in denen Koppe BT ist, nur berücksichtigt, wenn die Kombinationsform oder die topographische Lage die Aufnahme nahelegten.

Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 78

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„März-Kuppe: DIE MAERZKUPPE (Günsterode)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/334261_die-maerzkuppe> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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