Schrenke-Turm: eym schrenken thurm
Beleg
Standard-Flurname
Schrenke-Turm
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Flurbuch, 18. Jahrhundert
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Turm
Zu ahd. mhd. turm st. M. ‚Turm‘, einer Entlehnung aus altfranz. *torn.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Schrenke
Im Namen des am Damm liegenden, von der allgemeinen Richtung der Fluren abweichenden Flurstücks scheint sich die intransitive Bedeutung des mhd. schwachen Verbs schrenken ‚seitwärts abweichen‘ erhalten zu haben, sodass der BT als Partizipialbildung aus schrenkend ‚die seitwärts abweichenden Äcker/ Wiesen‘ zu verstehen ist. Für die transitive Bedeutung von schrenken ‚quer und über Kreuz setzen, schräg stellen, verschränken‘, die auch fnhd. und mit der Bedeutung ‚querlegen‘ noch heute dialektal besteht, fehlt ein Täter als Namengeber.
Turm
Zu ahd. mhd. turn st. M. ‚Turm‘, einer Entlehnung aus altfrz. *torn.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schrenke-Turm: eym schrenken thurm (Gudensberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/334062_eym-schrenken-thurm> (aufgerufen am 05.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/334062