Lamm-Berg: Lamm-Berg

Rezenter Beleg aus Gudensberg  
Gemeinde
Gudensberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Lamm-Berg

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Lamm

Zu ahd. lamb, lamp, mhd. lamp, lam st.N. ‚Lamm, junges Schaf‘. Die FlN beziehen sich in der Regel auf Stellen, an denen junge Schafe gehalten wurden. Die Pluralform Lämmer- geht auf ahd. lambir, mhd. lember st.N. zurück.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Lamm

Zu ahd. lamb, lamp, mhd. lamp, lam st. N. ‚Lamm, junges Schaf‘. Die FlN beziehen sich in der Regel auf Stellen, an denen junge Schafe gehalten wurden. Die meisten Namenkomposita enthalten im BT die Pluralform Lämmer-, die auf ahd. lambir, mhd. lember st. N. zurückgeht. Beim heute unverständlichen Lammkeilgesgarten (Arheilgen) ist von der historischen Form 1574 auszugehen: Sie führt im GT auf südhess. Keutel 1. ‚vor den Leib gebundenes Tragetuch‘, 2. ‚Schweineblinddarm‘ zurück. In mitteldt. Mundarten ist das Wort verbreitet und bezieht sich meist auf etwas Sackartiges, auch bei Tieren. Es liegt in Arheilgen also ursprünglich ein FormN vor, der sich auf die Form eines Lammteils bezieht1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lamm-Berg: Lamm-Berg (Gudensberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/333943_lamm-berg> (aufgerufen am 05.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/333943