Weiße-Binde: WEISSE BINDE [wisse binge]

Rezenter Beleg aus Dorla  
Gemeinde
Gudensberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Weiße-Binde

Belegort

Belegtyp

rezent

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Binde

Wenn es sich um einen SatzN handelt (‚binde den Schuh‘), dann liegt dem Namen vielleicht ein Ereignis zu Grunde. Der BT gehört wohl auf jeden Fall zu binden (s.Bind).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Binde

Wohl zu mhd. biunte, biunde, biunt st. sw. F. ‚freies, besonderem Anbau vorbehaltenes, eingehegtes Grundstück‘, in Offenbach am Main als Kompositum mit dem GT mhd. placke sw. M. ‚Fleck, Gegend‘. Neben der diphthongierten Standardform Beune muss in Südhessen früh eine kurzvokalische Nebenform *binde bestanden haben, die teils - mit Senkung - zu Bende führte, teils durch Assimilation die Formen Binn und Benn (s. d.) ergab. Wo sich die Form Binde erhalten hat, dürfte sie an nhd. Band, binden, Binde angeschlossen worden sein.

Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)

Binde

Karte 15

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Weiße-Binde: WEISSE BINDE (Dorla)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/328642_weisse-binde> (aufgerufen am 08.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/328642