Nackt-See: g:nt: das nachsen sewe
Beleg
Standard-Flurname
Nackt-See
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1495
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 96/1.
Weitere Belege
- um 1580: stößt vff dhenn Nackenden sehe
Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 81/2., fol. 387
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
See
Zu ahd. se(o), mhd. sê st. M. ‚See‘. Bezeichnet See, wie im allgemeinen Sprachgebrauch, stehendes Gewässer, so haftet der Name heute häufig an flachen Flächen oder leichten Mulden, die in ihrer heutigen landwirtschaftlichen Nutzung kaum noch erkennen lassen, dass hier früher Wasser war. Auch wegen der sachlichen Nähe kommt es bei den Namen mit Diminutiv leicht zu Vermischungen mit Sechen (s.d.) (Garbenteich).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Nackt
Die Zugehörigkeit der Belege aus Altheim, Groß-Umstadt und Richen, die sich wohl auf dasselbe Flurstück beziehen, zu ahd. mhd. nac st. M. ‚Hinterkopf, Nacken‘ ist nicht sicher. Sie sind zum Teil unter dem Einfluss von nackt umgedeutet worden, ohne dass die Ausgangsform klar ist; vielleicht zu mhd. nâhent ‚nahe‘.
See
Zu ahd. se(o), mhd. sê st. M. ‚See‘. Bezeichnet See, wie im allgemeinen Sprachgebrauch, stehendes Gewässer, so haftet der Name heute häufig an flachen Flächen oder leichten Mulden, die in ihrer landwirtschaftlichen Nutzung kaum noch erkennen lassen, dass hier früher Wasser war. Auch wegen der sachlichen Nähe kommt es bei den Namen mit Diminutiv leicht zu Vermischungen mit Sechen (s. d.).
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
See
Karte 119
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Nackt-See: g:nt: das nachsen sewe (Altheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/322128_g-nt-das-nachsen-sewe> (aufgerufen am 04.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/322128