Wolle-Berg: der wollenberg

Historischer Beleg aus Sterzhausen  
Gemeinde
Lahntal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Wolle-Berg

Belegort

Belegtyp

historisch

Quelle

Staatsarchiv Marburg, Kataster und Flurbuch, 1787 (für Belege aus Sterzhausen vgl. HStAM Bestand Kat. I Nr. Sterzhausen B 1 - B 7: Lager-, Stück- und Steuerbuch 1787; für Belege aus Amönau vgl. HStAM Kat. I, Nr. Amönau B1 – B 10: Lager-, Stück- und Steuerbuch mit Vorbeschreibung, 1787)

Weitere Belege

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für markante Bodenerhebungen in der Gemeinde. Im Übrigen können sehr unterschiedliche Höhen mit Berg benannt werden.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Berg

Zu ahd. berg, mhd. berc st. M. Als Simplex steht Berg für eine markante Bodenerhebung in der Gemeinde oder gelegentlich auch spezieller für einen Weinberg.

Wolle

Entweder zu Wolle, ahd. wolla, mhd. wolle sw. F. ‚Wolle‘ und dann in übertragener Bedeutung nach dem an Wolle erinnernden Erscheinungsbild der Wiese. Oder spezieller zur Pflanzenbezeichnung Wollen, mhd. wullen, wüllen, ahd. wullina, die an wollartigen Pflanzen wie der Königskerze (Verbascum), dem Seifenkraut (Saponaria pumila), der Wollblume (Anthyllis Vulnera) oder der Woll-Distel (Cirsium eriophorum) hängt.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wolle-Berg: der wollenberg (Sterzhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/311765_der-wollenberg> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/311765