Knecht-Äcker: die knechtsacker
Beleg
Standard-Flurname
Knecht-Äcker
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Kataster und Flurbuch, 1787 (für Belege aus Sterzhausen vgl. HStAM Bestand Kat. I Nr. Sterzhausen B 1 - B 7: Lager-, Stück- und Steuerbuch 1787; für Belege aus Amönau vgl. HStAM Kat. I, Nr. Amönau B1 – B 10: Lager-, Stück- und Steuerbuch mit Vorbeschreibung, 1787)
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Knecht
Zu ahd. mhd. kneht st. M. ‚Jüngling, Dienstknecht‘. Die FlN beziehen sich auf Besitz bzw. Nutzungsrechte an Grundstücken.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Knecht
Zu ahd. mhd. kneht st. M. ‚Jüngling‘, in Südhessen in der Bedeutung ‚Knabe; Beamter eines Landesherrn; Dienstknecht‘.
Hessischer Flurnamenatlas (Hans Ramge)
Knecht m.
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Knecht bezieht sich in hessischen FlN immer auf die damit bezeichnete menschliche Rolle: ahd. kneht st.m. ‚Knabe, Kind; Diener, Jünger; Krieger, Soldat, Mann‘ (Schützeichel 98), mhd. knëht st.m. (Lexer 1, 1644ff.). Von dem sprachhistorischen weiten und differenzierten Bedeutungsspektrum (vgl. DWB 11 [V], 1380-1396; HRG 2, 895-898) war und ist in Hessen im Wortgebrauch neben der Funktion ,Dienstknecht‘ vor allem die Bedeutung ‚Knabe, Jüngling, Sohn‘ verbreitet (Vilmar 211; Crecelius 512; SHessWb 3, 1486ff.). Doch scheint diese nicht in die hessische Knecht-Namengebung hineinzuspielen; vielmehr ist der ,Dienstknecht‘ namengebend, d. h. der auf einem bäuerlichen oder herrschaftlichen Hof arbeitende Knecht.
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Gelegentlich könnte der FamN Knecht zugrunde liegen (Buck 140).
Aus: Hessischer Flurnamenatlas, Karte 19
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Knecht-Äcker: die knechtsacker (Sterzhausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/311608_die-knechtsacker> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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