Tanz-Wiese: die tanzwiesen
Beleg
Standard-Flurname
Tanz-Wiese
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
Staatsarchiv Marburg, Steuertabelle, ? (Staatsarchiv Marburg, Lager-, Stück- und Steuerb., 1745)
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tanz
Zu mhd. tanz st. M. ‚Tanz‘, einer Entlehnung aus gleichbedeutend franz. danse. Schon im 12., 13. Jahrhundert besaßen die meisten Dörfer einen Tanzplatz, später vielfach auch Tanzhäuser.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Tanz
Zu mhd. tanz st. M. ‚Tanz‘, einer Entlehnung aus gleichbedeutend frz. danse. Schon im 12., 13. Jh. besaßen die meisten Dörfer einen Tanzplatz, später vielfach auch Tanzhäuser. Der Beleg aus Steinau kann allerdings auch zum FamN Tanz gehören. In Biebesheim am Rhein liegt der Tanzplatz weit außerhalb des Ortes am Rheindamm.
Wiese
Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tanz-Wiese: die tanzwiesen (Rollshausen)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/305021_die-tanzwiesen> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/305021