Krüppel-Steg: vff Krüppelsteg

Historischer Beleg aus Wallerstädten  
Gemeinde
Groß-Gerau
Landkreis
Groß-Gerau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Krüppel-Steg

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1505

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 38.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Steg

Zu ahd. steg, mhd. stec st. M. ‚schmale Brücke, Steg, schmaler Weg überhaupt‘. Dies sind auch die Hauptverwendungsweisen in Mittelhessen. In den Namen sind Vermengungen mit Steige (s. d.) und Stiege (s. d.) wegen des maskulinen Genus weitgehend ausgeschlossen. In Großen-Linden bezieht sich der Pfaffensteg nicht etwa auf Kirchengrund o.ä., sondern der örtlichen Überlieferung nach auf den Zimmermann Pfaff, der den Steg ca. 1884 baute (Faber).

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Krüppel

Krüppel ist hier eine Variante zu mhd. knüppel, knüpfel st. M. in der Bedeutung ‚Knüttel‘. Namengebend waren dann die Holzstämme, aus denen Brücken, Dämme und Stege gefertigt wurden. Die Belege in Babenhausen und Harreshausen beziehen sich auf eine Brücke bei der Wüstung Hildenhausen.

Steg

Zu ahd. steg, mhd. stec st. M. ‚schmale Brücke, Steg, schmaler Weg überhaupt‘. Dies sind auch die Hauptverwendungsweisen in Südhessen. In den Namen sind Vermengungen mit Steige (s. d.) und Stiege wegen des mask. Genus weitgehend ausgeschlossen.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Krüppel-Steg: vff Krüppelsteg (Wallerstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/300175_vff-krueppelsteg> (aufgerufen am 04.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/300175