Krüppel-Steg: vff Krüppelsteg
Beleg
Standard-Flurname
Krüppel-Steg
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1505
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 3, Nr. 38.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Steg
Zu ahd. steg, mhd. stec st. M. ‚schmale Brücke, Steg, schmaler Weg überhaupt‘. Dies sind auch die Hauptverwendungsweisen in Mittelhessen. In den Namen sind Vermengungen mit Steige (s. d.) und Stiege (s. d.) wegen des maskulinen Genus weitgehend ausgeschlossen. In Großen-Linden bezieht sich der Pfaffensteg nicht etwa auf Kirchengrund o.ä., sondern der örtlichen Überlieferung nach auf den Zimmermann Pfaff, der den Steg ca. 1884 baute (Faber).
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Krüppel
Krüppel ist hier eine Variante zu mhd. knüppel, knüpfel st. M. in der Bedeutung ‚Knüttel‘. Namengebend waren dann die Holzstämme, aus denen Brücken, Dämme und Stege gefertigt wurden. Die Belege in Babenhausen und Harreshausen beziehen sich auf eine Brücke bei der Wüstung Hildenhausen.
Steg
Zu ahd. steg, mhd. stec st. M. ‚schmale Brücke, Steg, schmaler Weg überhaupt‘. Dies sind auch die Hauptverwendungsweisen in Südhessen. In den Namen sind Vermengungen mit Steige (s. d.) und Stiege wegen des mask. Genus weitgehend ausgeschlossen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Krüppel-Steg: vff Krüppelsteg (Wallerstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/300175_vff-krueppelsteg> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/300175