Eisen-Kauter-Furt: eisenkauther forth
Beleg
Standard-Flurname
Eisen-Kauter-Furt
Belegort
Belegtyp
historisch
Quelle
?, Zinslagerbuch, (1556/1708/1726), 1780
Weitere Belege
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eisen
Zu ahd. îsan, îsarn, mhd. îsen st.N. ‚Eisen‘. Meist beziehen sich die Namen auf die Bodenbeschaffenheit, dann insbesondere auch auf die Eisengewinnung (meist im Tagebau: Eisenkauten) bzw. auf die Eisenverarbeitung (Eisenhammer). - In Gießen, wo sich Eisen wohl auf die Wasserqualität bezieht, liegt mehrfach falsche Silbentrennung vor. Winkeleisen ist FormN.
Furt
Zu ahd. furt, mhd. vurt st. M. ‚Furt‘. Es handelt sich um seichte Stellen, an denen ein Gewässer durchquert werden kann. In Mittelhessen hat Furt, wie schon im Mhd., durchweg mask. Genus.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Eisen
Zu ahd. îsan, îsarn, mhd. îsen st. N. ‚Eisen‘. Meist beziehen sich die Namen auf die Bodenbeschaffenheit, dann insbesondere auch auf die Eisengewinnung bzw. die Eisenverarbeitung. Der Abbau, die Verarbeitung und der Transport von Eisen vollzog sich vorwiegend im Mümling-Tal. In Verbindung mit Gewässern (Eisenbörn) kann auch der saure, eisenartige Geschmack namengebend gewesen sein; Eisenhut in Seligenstadt deutet auf einen FormN oder FamN hin. In Zotzenbach scheint der Name in neuer Zeit umgestaltet zu sein.
Furt
Zu ahd. furt, mhd. vurt st. M. ‚Furt‘. Es handelt sich um seichte Stellen, an denen ein Gewässer durchquert werden kann.
Kauter
Wohl zu südhess. Kauter M. ‚Puter, Truthahn‘.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eisen-Kauter-Furt: eisenkauther forth (Neustadt (Hessen))“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/296993_eisenkauther-forth> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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