Alte-Rübe-Ar: Alte-Rübe-Ar
Weitere Belege
- der alte ruebenar
Staatsarchiv Marburg, Kataster, 1747
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Ar
Die Namen sind nicht sicher zu deuten. Ob das Vorkommen in Großen-Linden zu Erdfall oder Erdfeld (s.d.) gehört, wird durch die Schreibung des WegNs von 1489 unsicher; der deutet eher auf einen Zusammenhang mit mhd. arn ‚Ernte‘ oder mit mhd. ar ‚Adler‘ hin. - Beim Argraben hingegen ist nicht auszuschließen, dass er zur Gruppe der GewN wie der Aar (links > Dill > Lahn) gehört, die vorgermanischen Ursprungs sind.
Rübe
Meist zu ahd. ruoba, râba, mhd. ruobe, rüebe sw. F., frühnhd. rübe, rabe, rube ‚Rübe‘. Die Namen verweisen auf Anbauflächen von verschiedenen Rübenarten: Steckrüben, Futterrüben, in neuerer Zeit besonders Zuckerrüben.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rübe
Meist wohl zu ahd. ruoba, râba, mhd. ruobe, rüebe sw. F., fnhd. rübe, rabe, rube ‚Rübe‘. Die Namen verweisen auf Anbauflächen von verschiedenen Rübenarten: Steckrüben, Futterrüben, in neuerer Zeit besonders Zuckerrüben. Einem Teil der FlN kann auch eine kollektivierte Form ‚Ort, wo Rüben angebaut werden‘ oder ein PN zu Grunde liegen: Rübe, Riebe, Riebig usw.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Alte-Rübe-Ar: Alte-Rübe-Ar (Nesselbrunn)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/296460_alte-ruebe-ar> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/296460