Wüst-Wand: WUEST WAND

Rezenter Beleg aus Mengsberg  
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Wüst-Wand

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wand

Die Deutung ist nicht sicher. Zu Gewann (s.d.) oder zu ahd. mhd. want st. F. ‚Wand, Mauer‘ oder ‚Fels‘, wie wohl in Allendorf an der Lumda.

Wüst

Zu ahd. wuosti, mhd. wüeste, wuoste ‚unbewohnt, öde, einsam, verlassen‘. Es handelt sich um unkultiviertes Gelände, das nicht nutzbar war oder nach einer früheren Nutzung aufgelassen wurde. Als Ableitung zum Adjektiv steht daneben in Mainzlar das Substantiv ahd. wuosti, mhd. wüeste st. F. ‚Wüste‘ in der Bedeutung ‚unkultiviertes Grundstück‘. Vielfach erfolgte die Namengebung in Anschluss an die Verwüstungen des 30jährigen Krieges.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wand

Die Deutung ist nicht sicher. Wahrscheinlich in der Regel zu Gewann (s. d.). Im Einzelfall vielleicht zu ahd. mhd. want st. F. ‚Wand, Mauer‘, so in Nieder-Modau, wo ein Rain, der unmittelbar am Talrand aufsteigt, namengebend gewesen sein kann1.

Wüst

Zu ahd. wuosti, mhd. wüeste, wuoste ‚unbewohnt, öde, einsam, verlassen‘. Es handelt sich um unkultiviertes Gelände, das nicht nutzbar war oder nach einer früheren Nutzung aufgelassen wurde. Als Ableitung zum Adjektiv steht daneben in Lengfeld und in Groß-Rohrheim das Substantiv ahd. wuosti, mhd. wüeste st. F. ‚Wüste‘ in der Bedeutung ‚unkultiviertes Grundstück‘. Vielfach erfolgte die Namengebung, wie etwa in Lorsch1, in Anschluss an die Verwüstungen des 30jährigen Krieges.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wüst-Wand: WUEST WAND (Mengsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/294376_wuest-wand> (aufgerufen am 15.07.2026)

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