Wüst-Wand: WUEST WAND
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wand
Die Deutung ist nicht sicher. Zu Gewann (s.d.) oder zu ahd. mhd. want st. F. ‚Wand, Mauer‘ oder ‚Fels‘, wie wohl in Allendorf an der Lumda.
Wüst
Zu ahd. wuosti, mhd. wüeste, wuoste ‚unbewohnt, öde, einsam, verlassen‘. Es handelt sich um unkultiviertes Gelände, das nicht nutzbar war oder nach einer früheren Nutzung aufgelassen wurde. Als Ableitung zum Adjektiv steht daneben in Mainzlar das Substantiv ahd. wuosti, mhd. wüeste st. F. ‚Wüste‘ in der Bedeutung ‚unkultiviertes Grundstück‘. Vielfach erfolgte die Namengebung in Anschluss an die Verwüstungen des 30jährigen Krieges.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Wand
Die Deutung ist nicht sicher. Wahrscheinlich in der Regel zu Gewann (s. d.). Im Einzelfall vielleicht zu ahd. mhd. want st. F. ‚Wand, Mauer‘, so in Nieder-Modau, wo ein Rain, der unmittelbar am Talrand aufsteigt, namengebend gewesen sein kann
Wüst
Zu ahd. wuosti, mhd. wüeste, wuoste ‚unbewohnt, öde, einsam, verlassen‘. Es handelt sich um unkultiviertes Gelände, das nicht nutzbar war oder nach einer früheren Nutzung aufgelassen wurde. Als Ableitung zum Adjektiv steht daneben in Lengfeld und in Groß-Rohrheim das Substantiv ahd. wuosti, mhd. wüeste st. F. ‚Wüste‘ in der Bedeutung ‚unkultiviertes Grundstück‘. Vielfach erfolgte die Namengebung, wie etwa in Lorsch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wüst-Wand: WUEST WAND (Mengsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/294376_wuest-wand> (aufgerufen am 15.07.2026)
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