Kroh-Grund: AM GROHGRUND
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend.
Kroh
Meist zu ahd. kraia, kra, krâ, mhd. krâ, krâ, kreie, krowe, kro, krâhe, krêg st. sw. F. ‚(Saat-)Krähe‘. Die Namen beziehen sich meist auf das auffällige Vorkommen von Saatkrähen, die in Kolonien auf Bäumen nisten, mitunter als FormN auf Körperteile wie Krohzahl. - Vermengung mit grau (s.d.) ist leicht möglich, da es dialektal als /gro:/ mit /kro:/ ‚Krähe‘ lautlich zusammenfällt.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grund
Zu ahd. grunt ‚Grund, Wurzel‘, mhd. grunt st. M. ‚unterste Fläche, Abgrund, Tal, Grundstück, Grundeigentum‘ bzw. der Pluralform mhd. gründe. Dazu treten ziemlich häufig Diminutive mit den Suffixen -chen und -lein. In den FlN sind meist Bodenvertiefungen bzw. Talsohlen namengebend. Auch bei Gewässern liegt die Bedeutung ‚tief‘ zu Grunde.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kroh-Grund: AM GROHGRUND (Mengsberg)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/294183_am-grohgrund> (aufgerufen am 14.07.2026)
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