Jungfrau-Grabe: NEBEN DEM JUNGFRAUEN GRABEN [neːvəm 'juŋfraʊ,grɑ̃ːvə]

Rezenter Beleg aus Raunheim  
Gemeinde
Raunheim
Landkreis
Groß-Gerau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Jungfrau-Grabe

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Jungfrau

Zu ahd. jungfrouwa, mhd. juncvrouwe sw. F. ‚Jungfrau, junge Herrin, Edelfräulein‘. Daneben steht seit dem 14. Jahrhundert die Kurzform Jungfer mit Abschwächung des zweiten Kompositionsglieds. Die Belege beziehen sich in deer Mehrzahl auf den Besitz eines Edelfräuleins Anne.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Grabe

Vermutlich zum FamN Grabe.

Jungfrau

Zu ahd. jungfrouwa, mhd. juncvrouwe sw. F. ‚Jungfrau, junge Herrin, Edelfräulein‘. Daneben steht seit dem 14. Jh. die Kurzform Jungfer mit Abschwächung des zweiten Kompositionsglieds. Die Belege beziehen sich teils auf Besitzungen von Nonnenklöstern, etwa wohl in Arheilgen, Gernsheim, teils auf das Appellativ in der Bedeutung ‚unverheiratete Frau‘, das dann in Verbindung mit Madonnenfiguren stehen kann. Die FlN mit dem GT -born stehen möglicherweise in Verbindung mit Vorstellungen von weiblichen Naturgeistern und Quellnymphen1.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Jungfrau-Grabe: NEBEN DEM JUNGFRAUEN GRABEN (Raunheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/282413_neben-dem-jungfrauen-graben> (aufgerufen am 10.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/282413