Staffel-Hart: die staffelshart
Beleg
Standard-Flurname
Staffel-Hart
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1489
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 1/10.
Weitere Belege
- 1489: gnt: die Staffelhart [Wiese]
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 1/10., fol. 290
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hart
Zu mhd. hart st. M.N.F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus. Angehängtes Genitiv-/s /führt verschiedentlich zur Schreibung <Harz>; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. - In Watzenborn-Steinberg scheint Umdeutung aus Hader (s.d.) vorzuliegen.
Staffel
Der FlN Staffel bezieht sich auf stufenartig ansteigendes Gelände, zu ahd. stapfal, staffal ‚Fußgestell, Sockel‘, mhd. stapfel, staffel st. sw. M. F. ‚Stufe, Grad‘, frühnhd. staffel, stapfel ‚Stufe, Tritt, Treppe‘. Das Wort ist südhess. noch gebräuchlich zur Bezeichnung (steinerner) Treppen bzw. Treppenstufen, in Mittelhessen anscheinend ungeläufig.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hart
Zu mhd. hart st. M. N. F. ‚Weidetrift; Wald‘, nhd. Hart ‚Bergwald, waldiger Höhenzug‘. Die Namen beziehen sich auf Waldstücke und bewaldete Anhöhen, die in der Regel als Weidewald genutzt wurden. Das dialektal untergegangene Wort zeigt in den FlN meist fem. Genus und der Stammvokal ist oft zu /o/ verdumpft. Bei Hertel handelt es sich um eine Verkleinerungsform mit -el-Suffix, bei Hartling (Lampertheim) um eine Ableitung oder einen FamN. Angehängtes Genitiv-s führt verschiedentlich zur Schreibung dHarz-H; vereinzelt weisen diese Namen vielleicht aber auch auf Örtlichkeiten hin, die bei der Harzgewinnung eine Rolle spielten. Manchmal ist Vermischung mit dem Adjektiv hart (Gräfenhausen, Klein-Krotzenburg) oder dem Substantiv Herd(e) möglich.
Staffel
Der FlN Staffel bezieht sich auf stufenartig ansteigendes Gelände, zu ahd. stapfal, staffal ‚Fußgestell, Sockel‘, mhd. stapfel, staffel st. sw. M. F. ‚Stufe, Grad‘, fnhd. staffel, stapfel ‚Stufe, Tritt, Treppe‘. Das Wort ist südhess. noch gebräuchlich zur Bezeichnung (steinerner) Treppen bzw. Treppenstufen. Die Stafuleshart der Langener Markbeschreibung, dazu auch der Beleg aus Mörfelden, hat sich bis heute im Namen der Staffertswiese erhalten
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Staffel-Hart: die staffelshart (Mörfelden)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/276795_die-staffelshart> (aufgerufen am 16.06.2026)
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