Zech-Wiese: ZECHSWIESEN [zerxwesse]

Rezenter Beleg aus Engelbach  
Gemeinde
Biedenkopf
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Zech-Wiese

Belegort

Belegtyp

rezent

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünfläche‘.

Zech

Trotz des ältesten Belegs von 1338 sind die Namen nicht zu Ziege (s.d.) zustellen, vor allem weil eine so frühe und konstante <ch>-Schreibung für diese Sprachform nicht zu erwarten ist. Jung bringt den FlN an der Grenze von Allendorf und Lützellinden zu Recht mit mhd. zeche, zech st. sw. F. ‚Verrichtung, die in einer bestimmten Folge unter mehreren umgeht‘ in Verbindung. Der Name deutet dann auf eine Art Wechselwirtschaft hin (vgl. Wechsel, Wandel). - In Cleeberg hingegen beziehen sich die Namen (nach Jäger) auf ein Zechenhaus, das zur dortigen Erzgrube gehörte, und die umliegenden Wiesen.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Wiese

Zu ahd. wisa, mhd. wise sw. st. F. ‚Wiese‘. In FlN zeigt sich die allgemeine Bedeutung ‚zu mähende (kultivierte) Grünlandfläche‘. Neben das Simplex und die zahlreichen Komposita treten die Diminutivformen Wieschen, Wießgen und Wiesel. Die zusammengehörigen Belege aus Auerbach und Bensheim zeigen einen zersprochenen Namen, dessen Zugehörigkeit zu Wiese im BT unsicher ist. Den ältesten Belegen aus Rüsselsheim liegt ein FamN Wiese zu Grunde.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Zech-Wiese: ZECHSWIESEN (Engelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/276181_zechswiesen> (aufgerufen am 01.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/276181