Meer: alueo qui uulgo mare dicitur alueum aut
Beleg
Standard-Flurname
Meer
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1238
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, A 1 (Die Urkunden werden nach Ortsnamen bzw. Provenienz und Jahr zitiert).
Weitere Belege
- 1238: alveus in Leheim qui uulgo mare vocatur
Staatsarchiv Darmstadt, A 1 (Die Urkunden werden nach Ortsnamen bzw. Provenienz und Jahr zitiert).
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Meer
Dem WiesenN liegt ein Wort zu Grunde, das verwandt ist mit ahd. meri, *mari, mhd. mer st. N. ‚Meer‘. Es bezieht sich in FIN wie Mahr (s.d.) auf Sumpf und versumpftes Gewässer.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Meer
Den FlN liegt ein Wort zu Grunde, das verwandt ist mit ahd. meri, *mari, mhd. mer st. N. ‚Meer‘. Möglicherweise formal identisch mit der fachsprachlichen Entlehnung nhd. Maar ‚Kratersee‘ aus spätlat. mara, bezieht es sich auch in FlN auf Sumpf und versumpftes Gewässer. Die alte Form mit Stammvokal /ɑ/ ist nur noch in wenigen, meist alten Namen erhalten. Die jüngeren Belege zeigen Umlaut des /ɑ/ oder sind an nhd. Meer angeschlossen. Einzelne Namen können aber vielleicht auch zu Mai bzw. mit Ausfall des /k/ zu Mark gehören
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Meer: alueo qui uulgo mare dicitur alueum aut (Leeheim)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/273671_alueo-qui-uulgo-mare-dicitur-alueum-aut> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/273671