Schnepper-Feld: vom ganzen Schnepperfeld

Historischer Beleg aus Königstädten  
Landkreis
Groß-Gerau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Beleg

Standard-Flurname

Schnepper-Feld

Belegort

Belegtyp

historisch

Belegzeit

1771

Quelle

Staatsarchiv Darmstadt, C 2, Nr. 85/6.

Deutungen

Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Feld

Zu ahd. feld, mhd. velt st. N. ‚Feld, Fläche, offenes Land‘. Die Namen haften in der Regel an den zum Ackerbau genutzten Feldern als Ganzes oder an Teilen. Neben Feld begegnet häufig das Diminutiv Feldchen, das aus der Feldwirtschaft ausgenommene Flurstücke bezeichnet.

Schnepper

Wahrscheinlich zu mhd. snappen sw. V. ‚schnappen; wanken, straucheln‘. Wenn der Name nicht lautnachahmend ist, bezeichnet er wohl eine strudelige Quelle.

Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)

Feld

Zu ahd. feld, mhd. velt st. N. ‚Feld, Fläche, offenes Land‘. Die Namen haften in der Regel an den zum Ackerbau genutzten Feldern als Ganzes oder an Teilen. Neben Feld begegnet häufig das Diminutiv Feldchen, das aus der Felderwirtschaft ausgenommene Flurstücke bezeichnet.

Schnepper

Der FlN leitet sich nicht von Schnepfe (s. d.) her, sondern von dem in mitteldt. Dialekten seit dem 15. Jh. verbreiteten Wort Schneppe F. in der hess. und pfälzisch belegten Bedeutung ‚äußerstes Ende, Rand, Spitze‘. Dem entspricht die Lage der Fluren in einer Ausbuchtung der Gemarkung Königstädten, eingeschnürt durch einen Einschnitt der Gemarkung Rüsselsheim.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schnepper-Feld: vom ganzen Schnepperfeld (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270758_vom-ganzen-schnepperfeld> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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