Saat-Schul-Teil: Saatschultheil
Beleg
Standard-Flurname
Saat-Schul-Teil
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1. · Anzeige im Hessischen Archivinformationssystem Arcinsys
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Saat
Zu ahd. mhd. sât st. F. ‚das Säen, die Aussaat‘: Das ansonsten gebräuchliche Wort ist in FlN selten. In unserem Untersuchungsgebiet findet es sich nur einmal im GT.
Teil
Zu ahd. mhd. teil st.N.M. ‚Teil, Anteil, Stück‘, teile F. ‚Zugeteiltes, Eigentum‘. Dialektaler Plural ist /teiler/. In den FlN gilt durchweg die Bedeutung ‚Abgeteiltes, besonders Parzellen des Gemeindelandes‘.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Saat
Zu ahd. mhd. sât st. F. ‚das Säen, die Aussaat‘, mundartlich auch ‚Raps‘ (Brassica napus). Das ansonsten gebräuchliche Wort ist in FlN selten, in Rohr und Wembach erkennbar aus französischem Sprachgebrauch entstanden. Saatschule ‚Saatgarten‘ ist nur vereinzelt als Wort belegt.
Teil
Zu ahd. mhd. teil st. N. M. ‚Teil, Anteil, Stück‘, teile F. ‚Zugeteiltes, Eigentum‘. In den FlN gilt teils die Bedeutung ‚Abgeteiltes, besonders Parzellen des Gemeindelandes‘, teils bezieht sich der Name auf ein Pachtverfahren, bei dem die Flurstücke für einen Teil der Ernte verpachtet wurden
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Saat-Schul-Teil: Saatschultheil (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270735_saatschultheil> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/270735