Orbis: vff dem vrbes
Beleg
Standard-Flurname
Orbis
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1542
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 3/10.
Weitere Belege
- 1542: uff dem vrbes
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 3/10., fol. 133
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Orbis
Die Belege aus Auerbach und Zwingenberg gehören zusammen und beziehen sich, wie in Alsbach, auf eine Höhe am Bergstraßen-Rand; auch die Belege aus Bischofsheim, Ginsheim-Gustavsburg und Königstädten gehören wohl zueinander. Der Name wird in der Forschung allgemein mit einem Appellativ ahd. *urmaiʒo verbunden, das jedoch nicht bezeugt ist. Denkbar wäre, dass mhd. meiʒ st. M. ‚Holzschlag, Holzabtrieb‘ eine ahd. Form *ur-meizo vorausging, für die eine Bedeutung ‚auszuschlagender Wald, Urwald‘ nicht ausgeschlossen werden kann. Schwer fällt jedoch die Erklärung des dann vorauszusetzenden Wandels von /m/ /b/. Es ist daher vermutlich zu Recht vermutet worden, dass das /b/ in Orbis durch den sekundären Einfluss eines anderen Wortes, etwa ahd. bîzan ‚beißen‘, vielleicht auch ‚spalten‘, zu erklären ist
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Orbis: vff dem vrbes (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270702_vff-dem-vrbes> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/fln/270702