Mess-Rute-Grabe: vff das mes ruden graben
Beleg
Standard-Flurname
Mess-Rute-Grabe
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1542
Quelle
Staatsarchiv Darmstadt, C 1, Nr. 3/10.
Weitere Belege
- 19. Jahrhundert, kopial 20. Jahrhundert: Auf den Meßruthengraben
Staatsarchiv Darmstadt, O 61, Buxbaum. Konv. 1.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Rute
Zu ahd. ruota ‚Rute, Stab, Messlatte‘, mhd. ruote st. sw. F. ‚Gerte, Rute; Messstange für Längen- und Flächenmaß‘. Rute war ein u.a. für die Feldvermessung gebräuchliches Längen- und Flächenmaß, dessen Größe je nach Region variierte.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Grabe
Vermutlich zum FamN Grabe.
Mess
Vermutlich zu ahd. mez, mhd. meʒ st. N. ‚Maß, Größe‘. Als Meßrute, mhd. meʒruote F. wurde ein regional wechselndes Längen- und Flächenmaß bezeichnet. In Schönnen liegt vielleicht falsche Trennung vor: *Es-kamp.
Rute
Zu ahd. ruota ‚Rute, Stab, Messlatte‘, mhd. ruote st. sw. F. ‚Gerte, Rute; Messstange für Längen- und Flächenmaß‘. Rute war ein vor allem für die Feldvermessung gebräuchliches Längen- und Flächenmaß, dessen Größe je nach Region variierte. Im Einzelfall wohl auch Hinweis auf Orte, wo Ruten ‚Gerten‘ geschnitten wurden (Kocherbach?).
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mess-Rute-Grabe: vff das mes ruden graben (Königstädten)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/270677_vff-das-mes-ruden-graben> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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